Der erste Löffel ist jedes Mal derselbe Moment: Der Butternut fällt in weichen, buttrigen Stücken auseinander, der Reis schimmert goldgelb vom Kurkuma, und aus dem Topf steigt dieser Duft nach langsam gebratener Zwiebel, Kurkuma und einer winzigen Prise Zimt. Bei uns zu Hause riecht der Herbst genau so. Dieses Kürbis Pilaw mit Butternut ist mein Rezept für die Monate zwischen Ende September und Februar — für die Abende, an denen ich um sechs nach Hause komme, keinen Nerv für ein großes Menü habe und trotzdem etwas auf den Tisch stellen will, das nach mehr aussieht als nach einer Notlösung.
Die Kurzfassung: Ein Topf, 15 Minuten Handarbeit, 45 Minuten bis zum Essen — und am Tag danach schmeckt es fast noch besser.
Ich habe dieses Butternut Kürbis Rezept in den letzten drei Herbsten bestimmt dreißig Mal gekocht. Erst nur für uns vier, dann für die Nachbarin, die nach ihrer Operation nichts Schweres heben durfte, dann für die halbe Verwandtschaft an einem verregneten Sonntag im Oktober. Die Version, die hier steht, ist die, die mein neunjähriger Sohn ohne eine einzige Diskussion isst. Und das heißt bei einem Kind, das Kürbis jahrelang für „langweilig” erklärt hat, eine ganze Menge.
- Für: 4 Personen als Hauptgericht (oder 6 als Beilage)
- Handarbeit: 15 Min | Gesamtzeit: 45 Min
- Schwierigkeit: Einfach — auch an einem Mittwoch, an dem eigentlich nichts mehr geht
- Kosten pro Portion: ca. 1,40 €
- Kalorien: ~430 kcal pro Portion
- Ernährung: Von Natur aus vegetarisch, vegan möglich, glutenfrei mit geprüfter Brühe
(Foto oben: Draufsicht auf den offenen gusseisernen Topf, der goldgelbe Reis mit den leuchtend orangen Kürbiswürfeln darauf, die gerösteten Mandelblättchen und die Petersilie erst frisch darüber gestreut. Dampf steigt auf, links im Bild liegt ein Holzlöffel auf einem grauen Leinentuch, rechts ein halbierter Butternut mit sichtbarem oranger Fruchtfleisch. Das Licht kommt weich von der Seite, spätes Nachmittagslicht im Herbst.)
Warum der Reis hier körnig bleibt — und was ich beim ersten Mal falsch gemacht habe

Mein erstes Kürbispilaw war Matsch. Nicht „ein bisschen weich” — richtig breiig, ein Topf voller orangefarbenem Kleister, den selbst mein Mann nicht retten konnte. Ich hatte den Kürbis zu klein geschnitten, die Brühe kalt hineingegossen und dann auch noch alle zwei Minuten umgerührt, weil ich dachte, das gehöre sich so. Tut es nicht. Reis braucht in diesem Rezept vor allem eines: Ruhe.
Der eine Schritt, den ich seitdem nie mehr weglasse: Ich röste die Reiskörner zwei Minuten trocken im heißen Fett, bis sie glasig aussehen und nussig duften. Dabei umhüllt sie das Fett, sie nehmen später langsamer Flüssigkeit auf und bleiben körnig statt klebrig. Das sind zwei Minuten, die den Unterschied machen. Wenn du sie überspringst, wird es trotzdem essbar — aber es wird eben kein Pilaw, sondern Kürbisbrei mit Reiseinlage.
Der zweite Punkt: Ich koche den Kürbis nicht vor und ich dämpfe ihn auch nicht extra. Er kommt angebraten oben auf den Reis und gart in denselben 18 Minuten mit, die der Reis braucht. Dadurch bleibt er in Form und saugt gleichzeitig die Gewürze auf. Kein zweiter Topf, kein Sieb, kein Abgießen. Und noch etwas, das ich auf die harte Tour gelernt habe: Deckel drauf und zehn Minuten stehen lassen, ohne nachzuschauen. Jedes Mal, wenn ich neugierig war und gelinst habe, war der Reis oben trocken und unten matschig. Zehn Minuten Nichtstun sind hier ein Rezeptschritt, kein Luxus.
Was dabei herauskommt, ist ein Topf, der aussieht, als hätte jemand eine Stunde lang in der Küche gestanden. Dabei ist es ein einziger Topf, ein einziges Brettchen und ein Messer.
Was in den Topf kommt (und wo es sich wirklich lohnt, genau hinzuschauen)
- 600 g Butternut-Kürbis (etwa ein halber großer): Er ist der süßeste unter den gängigen Speisekürbissen und zerfällt im Topf fast von selbst in samtige Stücke. Hokkaido und Muskatkürbis funktionieren genauso — beim Hokkaido kannst du die Schale dranlassen, das spart zehn Minuten, die ich an manchen Abenden dringend brauche.
- 300 g Basmatireis: Langkorn, duftend, bleibt körnig. Rundkorn oder Risottoreis wird hier zu Brei — bitte nicht. Jasminreis geht zur Not, dann aber zwei Minuten kürzer garen und danach sofort servieren.
- 1 große Zwiebel: Sie ist die halbe Miete dieses Rezepts, weil sie die Süße gibt, die später alles zusammenhält. Ich brauche dafür zehn Minuten, in denen niemand in der Küche mit mir redet. Die Zwiebel will einfach ihre Ruhe, und ich gönne sie ihr.
- 3 Knoblauchzehen: Frisch gehackt, nicht aus dem Glas. Glas-Knoblauch schmeckt hier nach Metall, das ist kein Vorurteil, das ist Erfahrung.
- 2 EL Olivenöl oder Butter: Butter für den Geschmack, Öl für die Hitze. Ich nehme einen Esslöffel von jedem und habe damit nie Probleme mit anbrennendem Reis.
- 1 TL Kurkuma, 1 TL Kreuzkümmel, ½ TL Zimt, eine Prise Chiliflocken: Das ist die komplette Gewürzbasis, mehr braucht es nicht. Der Zimt ist übrigens der Grund, warum mein Mann beim ersten Bissen jedes Mal fragt, „was ist da drin?” — es ist ein halber Teelöffel. Mehr nicht. Versprochen.
- 700 ml heiße Gemüsebrühe: Heiß, nicht lauwarm, nicht kalt. Dazu unten mehr.
- 1 Dose Kichererbsen (240 g Abtropfgewicht): Abgespült und abgetropft — sie machen aus dem Pilaw ein vollwertiges Abendessen und geben kleine mehlige Bissen zwischen dem weichen Kürbis. Mein Neunjähriger nennt sie „die runden Dinger” und pickt sie sich zuerst aus dem Topf, bevor ich überhaupt am Tisch bin.
- 1 Handvoll Rosinen (ca. 40 g): Kleine süße Inseln, die den Kürbis spiegeln. Wer Rosinen verabscheut, lässt sie weg oder nimmt gehackte getrocknete Aprikosen. Ich kenne diese Diskussion zu gut, um sie dir zu ersparen.
- 50 g Mandelblättchen oder Pinienkerne: In der trockenen Pfanne geröstet. Zwei Minuten Arbeit, die den ganzen Topf eine Klasse höher heben.
- 1 Bund glatte Petersilie: Frisch und grob gehackt, ganz am Ende. Sie holt das Ganze aus der Schwere raus.
- Saft einer halben Zitrone: Der Säuretropfen zum Schluss. Den vergesse ich tatsächlich am allerhäufigsten, und jedes Mal fehlt mir genau das. Also: Zitrone auf das Brettchen legen, bevor du überhaupt anfängst.
- Salz, Pfeffer: Am Ende noch einmal kräftig nachwürzen. Reis schluckt Salz, davon kannst du ausgehen.
- Optional: 100 g Feta oder ein Klecks Joghurt: Krümelig drübergestreut oder kalt danebengelöffelt. Meine Schwester schwört auf den Feta, mein Sohn auf den Joghurt. Ich stelle beides auf den Tisch und lasse sie streiten.
Was du vorher rauslegst
- Ein großer Topf mit gut schließendem Deckel, 28 cm, möglichst schwer — Edelstahl oder Gusseisen. Ein dünner Alutopf brennt dir den Reis am Boden an, und das riechst du den ganzen Abend in der Wohnung.
- Ein scharfes großes Messer und ein großes Brettchen — der Butternut ist der härteste Gegner des Abends. Ein stumpfes Messer ist hier gefährlicher als ein scharfes.
- Ein kleiner Topf oder eine Kanne für die heiße Brühe.
- Eine kleine beschichtete Pfanne für die Mandeln. Du kannst sie danach einfach auswischen.
- Eine Schüssel für den vorgebratenen Kürbis — die brauchst du wirklich, in Schritt 5 wandert er kurzfristig aus dem Topf.
- Ein Holzlöffel oder ein Silikonspatel. Kein Metall auf Beschichtung, und mit Holz merkst du besser, ob unten etwas ansetzt.
Wenn du keinen schweren Topf hast: Rühr in den 18 Garzeit-Minuten alle fünf Minuten einmal vorsichtig von unten durch. Das reicht als Sicherheitsnetz völlig aus.
So koche ich es: Schritt für Schritt, ohne Schnickschnack
Das hier geht zu Beginn schnell, deshalb lies einmal alles durch, bevor du das Messer in die Hand nimmst. Die meiste Zeit arbeitet danach der Herd allein.
Zuerst: Stell die 700 ml Gemüsebrühe in einem zweiten Topf auf den Herd und lass sie heiß werden. Sie muss nicht kochen, aber sie darf auf keinen Fall kalt sein.
- Brühe aufsetzen: Die Brühe langsam erhitzen, während du schneidest. Kalte Brühe ist der häufigste Grund für ungleichmäßig gegarten Reis — sie bremst den Garvorgang mitten drin aus, und dann ist ein Teil der Körner schon weich, während der Rest noch hart ist.
- Butternut vorbereiten: Den Kürbis schälen, halbieren, die Kerne mit einem Löffel herausschaben und das Fruchtfleisch in Würfel von etwa 2 cm schneiden. Gleichmäßig groß ist hier wichtiger als schön. Ein 1-cm-Würfel ist nach 18 Minuten Brei, ein 4-cm-Würfel ist noch bissfest. Zwei Zentimeter, dann passt es. (📸 Foto-Tipp: Wenn deine Würfel auf dem Brettchen alle ungefähr so hoch sind wie ein halber Daumen, bist du genau richtig.)
- Zwiebel anbraten: 1 EL Öl und 1 EL Butter im großen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Die gewürfelte Zwiebel hineingeben und 8 bis 10 Minuten braten, bis sie weich, glasig und hell karamellfarben ist. Das ist der Schritt, den alle abkürzen und den man hinterher schmeckt. Die Zwiebel riecht dann süßlich und nicht mehr scharf — das ist dein Signal, dass du weitermachen kannst.
- Knoblauch und Gewürze: Den gehackten Knoblauch, Kurkuma, Kreuzkümmel, Zimt und die Chiliflocken dazugeben und 30 Sekunden unter Rühren mitbraten. Die Gewürze brauchen diese kurze direkte Hitze, sonst schmeckt das Pilaw später flach. Es duftet jetzt deutlich, fast ein bisschen zu intensiv — das ist genau richtig.
- Kürbis anbraten: Die Kürbiswürfel dazugeben und 5 Minuten anrösten, dabei nur ein- bis zweimal wenden. Sie sollen außen etwas Farbe nehmen und innen noch fest bleiben. Dann den Kürbis mit dem Löffel in eine Schüssel heben und den Topf stehen lassen — das Fett und die Gewürzreste, die noch drin sind, brauchst du gleich.
- Reis rösten: Den Basmatireis in den Topf geben und 2 Minuten unter Rühren rösten, bis die Körner glasig aussehen und nussig duften. Das ist der Schritt, der später verhindert, dass alles zusammenklebt — hier bitte nicht abkürzen. (📸 Foto-Tipp: Wenn die Reiskörner außen durchscheinend und in der Mitte noch weiß sind, bist du genau am Punkt. Riecht es nussig, sofort weiter.)
- Flüssigkeit angießen: Die heiße Brühe, die Rosinen und die abgespülten Kichererbsen dazugeben. Einmal kurz aufkochen lassen, dann die Kürbiswürfel gleichmäßig obenauf verteilen — nicht unterrühren. Deckel drauf, Hitze auf die kleinste Stufe, 18 Minuten garen.
- Ruhen lassen: Den Topf vom Herd nehmen und 10 Minuten stehen lassen, Deckel bleibt drauf. Ich weiß, das ist der schwerste Teil. Aber genau hier zieht der Reis nach, und der Kürbis wird in dieser Zeit von bissfest zu butterweich. Nicht nachschauen. Wirklich nicht. (📸 Foto-Tipp: Wenn du nach 18 Minuten neugierig linst, siehst du kleine Dampflöcher auf der Reisoberfläche und der Kürbis glänzt. Genau so muss es aussehen — dann Deckel wieder drauf und warten.)
- Auflockern und abschmecken: Den Deckel abnehmen, das Pilaw mit dem Holzlöffel einmal sanft durchheben — nicht rühren. Den Zitronensaft darüberträufeln, die Petersilie unterheben, mit Salz und Pfeffer kräftig nachwürzen. Wenn ich abends wirklich zu müde bin, röste ich die Mandeln nicht extra und streue sie einfach so aus der Tüte drüber. Das ist 80 Prozent so gut und ich schlafe zehn Minuten früher. Zum Schluss die gerösteten Mandelblättchen darüber und, wenn du magst, den Feta oder einen Klecks Joghurt.
Sonntags vorbereiten, mittwochs nur noch warm machen
Ich mache dieses Kürbis Pilaw fast jedes zweite Wochenende in doppelter Menge. Sonntagnachmittag koche ich alles komplett durch, lasse es abkühlen und fülle es in zwei flache Boxen. Eine bleibt für Montag und Dienstag im Kühlschrank, die zweite wandert direkt in den Gefrierschrank. Am Mittwochabend stelle ich dann nur noch eine Pfanne auf den Herd, gebe einen Schluck Wasser dazu und habe in acht Minuten Essen auf dem Tisch. Meine Schwägerin macht es anders herum: Sie schneidet sonntags nur die Kürbiswürfel und lagert sie in einer Dose mit feuchtem Küchenpapier — dann dauert es unter der Woche nur noch fünf Minuten länger.
- Kühlschrank: In einer geschlossenen Box hält es sich 3 bis 4 Tage. Beim Aufwärmen einen Spritzer Wasser und ein paar Tropfen Zitronensaft dazugeben — der Reis trocknet sonst aus.
- Gefrierschrank: Ja, das funktioniert, bis zu 2 Monate. Wichtig: vorher vollständig abkühlen lassen und portionsweise einfrieren, nicht den ganzen Topf auf einmal. Der Kürbis wird beim Auftauen etwas weicher, der Geschmack bleibt aber voll da.
- Aufwärmen: Am besten in einer Pfanne mit Deckel und einem Esslöffel Wasser bei mittlerer Hitze, 6 bis 8 Minuten. Die Mikrowelle geht auch — dann aber mit einem feuchten Küchentuch über der Schüssel, sonst wird der Reis an den Rändern trocken und hart. Ganz ehrlich: Die Pfanne lohnt sich.
Kleine Dinge, die bei mir den Unterschied gemacht haben
- Der Kürbis kommt nie in den Topf, ohne vorher angeröstet zu werden: Diese fünf Minuten in Fett geben ihm eine leichte Süße und eine Kante, die er sonst nicht hat. Wer ihn roh dazugibt, bekommt weichen Kürbis ohne Charakter — schmeckt okay, aber es fehlt genau das, weswegen ich das Rezept überhaupt so oft koche.
- Brühe warm, immer: Ich weiß, es klingt nach einem Detail, das man getrost ignorieren kann. Kann man auch. Aber jedes Mal, wenn ich kalt angeschüttet habe, war das Ergebnis ungleichmäßig. Ein zweiter Topf ist keine Arbeit, es ist nur eine Gewohnheit.
- Deckel bleibt drauf — auch wenn es schwerfällt: Die zehn Minuten Ruhezeit sind kein Puffer für Unentschlossene, sie sind Teil des Rezepts. Und selbst wenn du mal zu früh nachschaust oder der Reis zwei Minuten zu lang stand — es schmeckt immer noch. Ich habe dieses Pilaw auch schon überkocht und trotzdem eine zweite Portion gegessen.
- Salz und Säure erst am Ende: Ich würze den Reis bewusst erst nach dem Garen richtig. Die Brühe bringt schon Salz mit, und wenn ich vorher nachsalze, ist es mir zweimal passiert, dass die Rosinen und die Brühe zusammen zu salzig waren. Am Ende abschmecken, dann passt es zuverlässig.
Wenn du etwas tauschen willst: Varianten, die wirklich funktionieren
- Vegan: Butter durch einen zweiten Esslöffel Olivenöl ersetzen, unbedingt eine Gemüsebrühe ohne Milch- oder Honigzusatz nehmen (viele enthalten Honig, ich habe lange gesucht), Feta und Joghurt einfach komplett weglassen. Das ist die Version, die ich für meine Nichte mache, die keine Milchprodukte verträgt — sie isst zwei Portionen und fragt danach nicht mehr nach Käse.
- Mit Hähnchen oder Lamm: Vier Hähnchenschenkel oder Lammhack vor dem Kürbis scharf anbraten, herausnehmen und am Ende über den fertigen Reis legen. Gibt 15 Minuten mehr Garzeit, macht aber aus der Beilage ein Sonntagsgericht.
- Hokkaido statt Butternut: Gleiche Menge, gleiche Würfelgröße, Schale bleibt dran. Das Süße-Level ist etwas niedriger und der Geschmack erdiger. Ich nehme dann einen halben Teelöffel Zimt mehr.
- Scharfe Erwachsenenversion: Eine kleingeschnittene rote Chilischote mit dem Knoblauch in den Topf, oder einen Teelöffel Harissa am Ende unterrühren. Ich nehme die Kinderportion ab, bevor die Chili reinkommt — das ist der einzige Trick, den man als Elternteil wirklich braucht.
- Als Beilage für sechs Personen: Rezept verdoppeln, Kichererbsen weglassen und dafür zwei Esslöffel geröstete Kürbiskerne drüber. Passt hervorragend neben geschmortes Hähnchen oder Braten statt Kartoffeln.
Fragen, die mir zu diesem Pilaw immer wieder gestellt werden
Q: Warum wird mein Kürbispilaw matschig?
A: Ich war da. Bei mir lagen drei Dinge gleichzeitig falsch: zu viel Flüssigkeit, zu starke Hitze und zu viel Rühren. Rechne mit 700 ml Brühe auf 300 g Reis — und rühr nach dem Aufgießen gar nicht mehr. Nur die kleinste Herdstufe und Deckel drauf. Wenn es bei dir schon passiert ist: Nicht wegwerfen. Aus dem Rest macht man mit einem Schluck Brühe und einem Stabmixer eine sehr gute Kürbissuppe. Du hast das nächste Mal im Griff.
Q: Kann ich das vegan und glutenfrei machen?
A: Ja, beides ohne Verrenkungen. Vegan heißt: Öl statt Butter, Feta und Joghurt weglassen, geprüfte Brühe. Glutenfrei bist du automatisch dabei, weil Reis, Kichererbsen, Kürbis und Gewürze von Natur aus glutenfrei sind — nur die Gemüsebrühe musst du kontrollieren, da steckt in günstigen Sorten oft Weizen drin. Ich habe beides getestet, es funktioniert ohne eine einzige weitere Anpassung.
Q: Wie lange hält sich das und kann ich es einfrieren?
A: Im Kühlschrank in einer geschlossenen Dose 3 bis 4 Tage, im Gefrierschrank bis zu 2 Monate. Einfrieren unbedingt portionsweise und erst nach dem vollständigen Abkühlen. Beim Reheat in der Pfanne mit einem Löffel Wasser wird es fast wie frisch — die Mikrowelle geht zur Not auch, macht aber den Kürbis weicher. Für Meal Prep ist das Rezept genau deshalb einer meiner Dauerbrenner.
Q: Was serviere ich dazu?
A: Drei Dinge, die bei uns tatsächlich auf den Tisch kommen: ein Klecks Joghurt mit gehackter Minze und einem Spritzer Zitrone, ein Fladenbrot zum Auftupfen, und ein einfacher Feldsalat mit Granatapfelkernen und Walnussöl — die Säure schneidet wunderbar durch die Süße des Kürbisses. Mein Geheimtipp für einen schnellen Abend: ein Spiegelei oben drauf. Klingt seltsam, schmeckt großartig, und mein Sohn isst es so am liebsten.
Mehr Rezepte, die bei uns ständig auf dem Tisch landen
Wenn dir dieses Pilaw gefallen hat, dann probier als Nächstes diese hier — die kommen aus derselben Ecke meiner Küche und lösen am Tisch dieselbe Reaktion aus:
- [INTERNAL LINK PLACEHOLDER: Ofengerösteter Hokkaido mit Feta und Honig] — 35 Minuten, ein Blech, und der Kürbis wird am Rand so dunkel und karamellig, dass ich jedes Mal ein Stück direkt vom Blech esse.
- [INTERNAL LINK PLACEHOLDER: Kürbissuppe mit geröstetem Knoblauch] — mein Notfallrezept für kalte Sonntage, und sie schmeckt durch die gerösteten Zehen viel tiefer, als vier Zutaten vermuten lassen.
- [INTERNAL LINK PLACEHOLDER: One-Pot-Linsen-Curry] — für die Abende, an denen ich weder Kürbis schneiden noch ein zweites Mal in die Küche laufen will.
Wenn du dieses Kürbis Pilaw ausprobierst, dann sag mir bitte, wie es bei euch angekommen ist — besonders, wenn deine Kinder genauso skeptisch waren wie meiner. Ich lese jeden Kommentar, auch die, in denen es jemand anders gemacht hat als ich. Daraus habe ich schon mehr gelernt als aus jedem Kochbuch.
Und wenn du ein Foto machst: Tag mich auf Pinterest oder Instagram. Ich sehe mir wirklich jedes an, und wenn dein Topf genauso nach Herbst aussieht wie meiner, freue ich mich den ganzen Abend.
📌 Dieses Kürbis Pilaw mit Butternut ist in 45 Minuten fertig, vegetarisch und meal-prep-tauglich — speicher es für deinen nächsten Sonntag, an dem du die ganze Woche vorkochen willst.

Kürbis Pilaw mit Butternut
Equipment
- Großer schwerer Topf mit Deckel (28 cm)
- Kleiner Topf für die Brühe
- Großes Schneidebrett
- Scharfes großes Messer
- Kleine Pfanne
- Schüssel
- Holzlöffel
Ingredients
Hauptzutaten
- 600 g Butternut-Kürbis, geschält und in 2-cm-Würfeln
- 300 g Basmatireis
- 1 große Zwiebel, gewürfelt
- 3 Zehen Knoblauch, frisch gehackt
- 1 EL Olivenöl
- 1 EL Butter
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL Kreuzkümmel
- 0,5 TL Zimt
- 1 Prise Chiliflocken
- 700 ml heiße Gemüsebrühe
- 240 g Kichererbsen (Abtropfgewicht), abgespült und abgetropft
- 40 g Rosinen
- 50 g Mandelblättchen oder Pinienkerne
- 1 Bund glatte Petersilie, grob gehackt
- 0,5 Zitrone, nur der Saft
- Salz
- Pfeffer
Zum Servieren (optional)
- 100 g Feta, krümelig
- 2 EL Joghurt
Instructions
- Die 700 ml Gemüsebrühe in einem zweiten Topf erhitzen, bis sie heiß ist. Sie muss nicht kochen, darf aber auf keinen Fall kalt in den Reis kommen – kalte Brühe ist der häufigste Grund für ungleichmäßig gegarten Reis.
- Den Butternut schälen, halbieren, die Kerne mit einem Löffel herausschaben und das Fruchtfleisch in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Gleichmäßige Größe ist hier wichtiger als Schönheit: 1-cm-Würfel werden nach 18 Minuten Brei, 4-cm-Würfel bleiben bissfest.
- 1 EL Öl und 1 EL Butter im großen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Die gewürfelte Zwiebel hineingeben und 8 bis 10 Minuten braten, bis sie weich, glasig und hell karamellfarben ist. Sie riecht dann süßlich und nicht mehr scharf – das ist das Signal zum Weitermachen.
- Den gehackten Knoblauch, Kurkuma, Kreuzkümmel, Zimt und die Chiliflocken dazugeben und 30 Sekunden unter Rühren mitbraten. Die Gewürze brauchen diese kurze direkte Hitze, sonst schmeckt das Pilaw später flach.
- Die Kürbiswürfel dazugeben und 5 Minuten anrösten, dabei nur ein- bis zweimal wenden. Sie sollen außen Farbe nehmen und innen noch fest bleiben. Den Kürbis anschließend mit dem Löffel in eine Schüssel heben – das Fett und die Gewürzreste bleiben im Topf und werden gleich gebraucht.
- Den Basmatireis in den Topf geben und 2 Minuten unter Rühren rösten, bis die Körner glasig aussehen und nussig duften. Dieser Schritt verhindert später, dass alles zusammenklebt – hier bitte nicht abkürzen.
- Die heiße Brühe, die Rosinen und die abgespülten Kichererbsen angießen und einmal kurz aufkochen lassen. Die Kürbiswürfel gleichmäßig obenauf verteilen und nicht unterrühren. Deckel drauf, Hitze auf die kleinste Stufe stellen und 18 Minuten garen.
- Den Topf vom Herd nehmen und 10 Minuten mit geschlossenem Deckel stehen lassen. In dieser Zeit zieht der Reis nach und der Kürbis wird von bissfest zu butterweich. Deckel bleibt drauf – nicht nachschauen.
- Den Deckel abnehmen und das Pilaw mit dem Holzlöffel einmal sanft durchheben, nicht rühren. Den Zitronensaft darüberträufeln, die Petersilie unterheben und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Zum Schluss die gerösteten Mandelblättchen darüberstreuen und nach Wunsch Feta oder einen Klecks Joghurt dazu servieren.






